In der westlichen Provinz Taiz im Jemen kam es zu schweren Angriffen, die zahlreiche Todesopfer forderten. Die pro-iranische Huthi-Miliz gab am Freitag bekannt, dass bei den Vorfällen 20 Zivilisten getötet und zehn weitere Personen verletzt wurden. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Instabilität in der Region und die Gefahr für die lokale Bevölkerung.
Die Huthi-Miliz macht das Militär Saudi-Arabiens für die Vorfälle verantwortlich. Nach Angaben der Miliz sollen saudi-arabische Kampfflugzeuge mehrere Raketen auf einen Gemüsemarkt in der Stadt Al-Wasiyya abgefeuert haben. Dieser gezielte Beschuss eines öffentlichen Marktplatzes führte zu den gemeldeten hohen Opferzahlen unter den Zivilisten.
Im Gegensatz dazu weisen die Behörden der jemenitischen Zentralregierung die Vorwürfe zurück. Die Regierungsvertreter beschuldigten stattdessen die Huthi-Miliz selbst, den Angriff ausgeführt zu haben. Damit stehen sich die beiden Seiten in der Bewertung der Ereignisse in Taiz diametral gegenüber.
Parallel zu den Ereignissen in Taiz meldete die Huthi-Miliz weitere Opfer bei einem Luftangriff in der Nähe der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Dort sollen laut Angaben der Miliz mehr als 30 Menschen getötet worden sein. Auch für diesen Vorfall machte die Huthi-Miliz Saudi-Arabien verantwortlich.

