Apple vollzieht eine strategische Kehrtwende und bringt ab dem 6. November sein erstes MacBook mit einem Touch-Display auf den Markt. Nachdem der Konzern jahrelang das Konzept berührungsempfindlicher Laptop-Bildschirme kritisiert hatte, richtet sich das neue MacBook Pro nun an professionelle Nutzer. Diese sollen beispielsweise 3D-Modelle mit den Fingern drehen oder Musikinstrumente direkt auf dem Display bedienen können.

Die Entscheidung markiert einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Produktphilosophie. Bereits im Jahr 2021 betonte der heutige Apple-Chef John Ternus gegenüber dem „Wall Street Journal“, dass das iPad für Touch-Eingaben optimiert sei, während Macs auf Maus und Tastatur setzen würden. Während Windows-Notebooks bereits seit Jahren Touchscreens als Standard nutzen, hielt Apple an dieser strikten Trennung zwischen Tablets und Laptops fest.

Das neue Modell wurde auf der Apple Experience in Los Angeles vorgestellt und bringt technische Neuerungen mit sich. So integriert das Gerät erstmals die vom iPhone bekannte „Dynamic Island“ am oberen Bildschirmrand für Live-Aktivitäten. Zudem kehrt das leuchtende Apfel-Logo auf der Rückseite des Displays zurück. Das Gerät ist zudem leichter: Die 14-Zoll-Variante wiegt 1,38 Kilogramm, was einer Ersparnis von 230 Gramm gegenüber aktuellen Pro-Modellen entspricht; die 16-Zoll-Version ist 320 Gramm leichter.

Die Preisstruktur orientiert sich an der gewählten Hardware und dem Displayformat. In Österreich beginnt die 14-Zoll-Variante mit dem M5-Pro-Chip bei 3.299 Euro, während das 16-Zoll-Modell ab 3.899 Euro erhältlich ist. Für Nutzer, die die Leistung des M5 Max benötigen, starten die Preise bei 5.199 Euro für das kleinere Modell und 5.599 Euro für die größere Ausführung.