Der bekannte Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong wurde zu einer weiteren Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt. Das Gericht sprach den 30-Jährigen der Kollaboration schuldig, da er das Ausland dazu aufgerufen hatte, Sanktionen gegen China zu verhängen. Wong hatte sich im Rahmen des Verfahrens selbst schuldig bekannt.
Aufgrund dieses Geständnisses reduzierte der zuständige Richter das ursprüngliche Strafmaß von 13 auf zehn Jahre Haft. Das Urteil basiert auf dem umstrittenen Sicherheitsgesetz, welches Peking dazu nutzt, die politische Opposition in der ehemaligen britischen Sonderzone zu kontrollieren. Damit wird sichergestellt, dass die staatliche Ordnung gewahrt bleibt.
Joshua Wong, der bereits in Haft sitzt, hätte seine bisherige Strafe in Kürze verbüßt. Durch das neue Urteil bleibt er jedoch für ein weiteres Jahrzehnt im Gefängnis. Der Aktivist ist insbesondere dafür bekannt, dass er bereits als Teenager führende Proteste für mehr Demokratie in Hongkong angeführt hatte.
Kritiker werten die Entscheidung des Gerichts als gezielten Versuch, die Demokratiebewegung in der Stadt endgültig mundtot zu machen. Die Verurteilung unterstreicht die verschärfte rechtliche Lage für politische Aktivisten unter dem aktuellen Sicherheitsgesetz. Die langfristige Inhaftierung markiert eine Zäsur für die einstige Protestbewegung.



