Der Volkswagen ID. Polo wurde zum „German Car of the Year 2027“ gekürt und setzte sich in einem hochkarätigen Finale gegen vier weitere Klassensieger durch. Die Entscheidung trafen 47 deutsche und internationale Motorjournalisten, die zunächst die besten Neuerscheinungen der letzten zwölf Monate in fünf Kategorien auswählten. Besonders bemerkenswert ist, dass der günstigste Kandidat aus der Budget-Klasse Modelle aus erheblich teureren Preissegmenten besiegte.

Zur Konkurrenz im Finale gehörten der Mercedes-Benz GLC aus der Premium-Klasse (40.000 bis 70.000 Euro) sowie der chinesische Luxus-Van Xpeng X9, der in der Kategorie über 70.000 Euro triumphierte. Zudem kämpften der Kia PV5 aus dem Compact-Segment (25.000 bis 40.000 Euro) und der Hyundai Ioniq 6 N aus der Performance-Kategorie um den Titel. Der ID. Polo hatte sich bereits im September den Sieg in der Budget-Klasse gesichert, in der Modelle mit einem Einstiegspreis von unter 25.000 Euro antreten.

VW-Markenchef Thomas Schäfer wertet den Erfolg als Bestätigung der Strategie, Elektromobilität auch in günstigen Fahrzeugklassen anzubieten, um innovative Technik breiteren Käuferschichten zugänglich zu machen. Chefdesigner Andreas Mindt betonte zudem die Bedeutung der neuen Designsprache „Pure Positive“, die im ID. Polo erstmals zum Gesamtsieg führte. Das Fahrzeug wurde in Wolfsburg entwickelt und wird gemeinsam mit dem Cupra Raval auf der MEB+-Plattform in Martorell, Spanien, gefertigt.

Technisch bietet der Kleinwagen Optionen von 116, 135 oder 211 PS sowie Batterien mit 37 oder 52 kWh, was eine Reichweite von bis zu 455 Kilometern nach WLTP ermöglicht. Ein Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert etwa 24 Minuten. Mit einem Kofferraumvolumen von 441 Litern und einem Travel Assist, der rote Ampeln erkennt, zielt VW auf eine hohe Alltagstauglichkeit ab. In Deutschland liegt der Preis unter 25.000 Euro, während er in Österreich bei 25.490 Euro startet, durch Boni jedoch auf 19.990 Euro sinken kann.

Neben dem Gesamtsieg wurden weitere Spezialpreise vergeben. Der Renault Twingo erhielt die Auszeichnung für das beste Außendesign, während der BMW iX3 für das beste Innendesign prämiert wurde. Der Porsche 911 Turbo S wurde für den besten Antriebsstrang geehrt, und der Škoda Peaq wurde als Familienauto des Jahres ausgezeichnet.